Die private Krankenversicherung (kurz PKV) ist im System der Sozialversicherung in Deutschland neben der gesetzlichen Krankenversicherung (kurz GKV) die Versicherung zur zumindest teilweisen Deckung der Kosten, die durch Krankheit entstehen. Versichert werden können auch der krankheitsbedingte Arbeits- bzw. Einkommensausfall, diagnostische Maßnahmen und Maßnahmen zur präventiven Gesundheitsvorsorge.

Da die Krankenversicherung in Deutschland eine Pflichtversicherung ist, gehört die PKV als spezielle Form der Krankenversicherung in den Bereich der Pflichtversicherungen. Vom Grundsatz her haben Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Wahlfreiheit zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Im Rahmen der privaten Krankenversicherung wird unterschieden in

- die Vollversicherung 
- die Teilversicherung oder in
- die private Zusatzversicherung

Je nach Versicherungsbedarf und persönlichen Wünschen und Voraussetzungen wählen die Versicherungsnehmer in der privaten Krankenversicherung eine oder auch mehrere dieser Optionen in der Krankenversicherung.

Die Vollversicherung

Wird die private Krankenversicherung als Vollversicherung ausgestaltet, so werden in diesem Rahmen alle Kosten der Krankheit entsprechend der individuell festgelegten Leistungsmerkmale von der Versicherung abgesichert. Das betrifft zumindest die Kosten der ambulanten oder stationären Behandlung im Krankheitsfall. Da auch in der Vollversicherung die Leistungen der privaten Krankenversicherung sehr unterschiedlich ausfallen können, lohnt sich ein genauerer Blick auf den konkreten Leistungskatalog und die aus der Inanspruchnahme resultierenden Kosten für die Versichertenbeiträge beziehungsweise Versicherungsprämien. Je umfangreicher die vertraglich vereinbarten Leistungen der Krankenversicherung sind, desto höher sind in der Regel auch die Beiträge zur Vollversicherung.

Die Teilversicherung

Im Rahmen einer Teilversicherung können bei der privaten Krankenversicherung wahlweise auch nur Teile der Krankheitskosten mit der privaten Krankenversicherung abgerechnet werden. Dies ist zum Beispiel sinnvoll bei Beamten, die neben der freien Heilfürsorge dann auch zusätzliche Leistungen der Teilversicherung in der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen können.

Private Zusatzversicherungen

Private Zusatzversicherungen werden zur Ergänzung der Leistungen einer bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen. Die Zusatzversicherungen schließen Leistungen ein, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht oder nur teilweise getragen werden oder im Rahmen der Vollversicherung in der privaten Krankenversicherung nicht berücksichtigt wurden. Zu den privaten Zusatzversicherungen zählen hier auszugsweise die Auslandskrankenversicherung, das Krankenhaustagegeld, das Krankentagegeld, die Zahnzusatzversicherung oder andere zusätzliche Leistungen. Diese sind in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht versichert. Der größte Teil der privaten Zusatzversicherungen sind bislang die Zahnzusatzversicherungen.

Die Beiträge in der PKV?

Die Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung folgt zumindest in der Vollversicherung nicht dem Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung errechnen sich die Beiträge nicht nach dem Einkommen, sondern grundsätzlich nach individuellen Kriterien der Versicherten. Dazu zählen beispielsweise Geschlecht, Eintrittsalter, allgemeiner Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, berufliche Situation mit entsprechenden Risiken und Umfang der gewünschten Leistungen. Auf dieser Grundlage errechnen sich die Beiträge in der privaten Krankenversicherung, die von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich ausfallen können. Maßgeblich bei der Ausgestaltung einer privaten Krankenversicherung sollten im Hinblick auf die Beiträge nicht eventuelle Ersparnisse, sondern der tatsächliche oder der zu erwartende Leistungsbedarf sein.

Beitragsanpassungen in der PKV

Die Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung sind von meohreren Faktoren abhängig. Dazu gehören Veränderungen auf dem Kapitalmarkt, bezüglich der Inflation und der allgemeinen Lebenserwartung. Auch kostenaufwändige Verbesserungen in der medizinischen Versorgung, veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen oder abweichende Kostenbelastungen innerhalb eines Tarifes wirken sich auf dei Beitragshöhe aus. Neben Beitragerhöhungen kommen unter Umständen auch Beitragsanpassungen nach unten in Frage, die jedoch in hohem Maße beispielsweise von der Kundenakquisition im Gesamtgeschäft abhängig sind. Möglich sind bei einzelnen Versicherern auch teilweise Beitragsrückerstattungen für längere Zeiträume ohne Inanspruchnahme von Leistungen aus der privaten Krankenversicherung. Auch bei außerordentlich guten Erträgen der privaten Krankenversicherung als Unternehmen sind erfolgsabhängige Beitragsrückerstattungen möglich. Eine Pflicht zur Beitragsrückerstattung selbst bei langjährig Versicherten ohne Leistungsbezug aus der PKV ist nicht gegeben. Im Wesentlichen ist jedoch davon auszugehen, dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung unabhängig vom aktuellen Einkommen mit zunehmendem Alter stetig steigen werden.

Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung?

Da mit zunehmenden Alter statistisch die Krankheitskosten steigen und gleichzeitig mit geringeren Bezügen der Versicherten zu rechnen ist, haben die privaten Krankenversicherungen das Instrument der Altersrückstellung eingeführt. Die Altersrückstellungen sind Bestandteil der Prämien. Ziel ist es, zu schnell ansteigende Beiträge im Alter abzufedern. Das gelingt um so besser, je niedriger das Eintrittsalter der Privatversicherten ist. Die Altersrückstellungen können bei einer Kündigung des Vertrages oder auch bei einem Wechsel der Versicherung nicht zurückgefordert werden. Sie fallen dann der Allgemeinheit der Versicherten zu. Daher ist bezüglich der Altersrückstellungen auch vor einem Wechsel der privaten Krankenversicherung oder vor einem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung im Regelfall abzuraten.

Beitragsanpassungen in der PKV

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die kostenfreie Mitversicherung von Angehörigen wie etwa Ehepartnern, Kindern und Kindeskindern und bestimmten Voraussetzungen möglich und sinnvoll. Anders in der privaten Krankenversicherung. Eine kostenfreie Mitversicherung von Familienangehörigen ist hier nicht möglich. Grundsätzlich muss jede Person in der privaten Krankenversicherung mit einem eigenen Vertrag abgesichert werden. Günstig ist das, wenn beispielsweise Kinder so schon frühzeitig in den Genuss der Vorteile der privaten Krankenversicherung kommen und bei Aufrechterhalten der Versicherung über das Leben hinweg sehr hohe Altersrückstellungen ansparen können. Allerdings werden bei Minderjährigen zunächst keine Altersrückstellungen gebildet. Für jede versicherte Person (außer Neugeborene bis zu zwei Monaten Lebensalter) ist jedoch auch eine Gesundheitsprüfung möglich und oftmals verpflichtend. Darüber hinaus bedarf die Entscheidung für die Versicherung von Kindern in der privaten Krankenversicherung einer gewissen Einkommensstabilität, die nicht immer über den Zeitraum vieler Jahre absehbar ist. Wer in der Familie Elternteile mit gesetzlicher Krankenversicherung hat ist gut beraten, die Kinder dort nach Möglichkeit kostenfrei mitzuversichern. Ein späterer Wechsel in eine private Krankenversicherung ist beispielsweise bei wirtschaftlicher Selbständigkeit der Kinder eher sinnvoll.

Wechsel von PKV zu PKV

In der privaten Krankenversicherung ist ein Wechsel auch innerhalb der unterschiedlichen Versicherer eher nicht ratsam. Neben der erneuten Gesundheitsprüfung ergeben sich bei einem Wechsel oftmals auch neue Tarifmerkmale, die selten günstiger für die Versicherten ausfallen. Dazu kommt, dass der Versicherte in der neuen Krankenversicherung als Neuvertrag gewertet wird. Daraus ergibt sich, dass die Altersrückstellungen und Beitragsrückerstattungen nicht von einem Versicherer zum nächsten mitgenommen werden können. Außerdem werden veränderte Beitragsmerkmale auch wegen des höheren Alters der Versicherten von Beginn an fällig.Daneben ist ein Vergleich der Prämien und Leistungen immer empfehlenswert. Wer jedoch nur wegen einiger Euro Ersparnis einen Wechsel von einer PKV in eine andere anstrebt, wird oftmals wenig Erfolg haben. Die Beiträge und Leistungen unterscheiden sich zwar oftmals erheblich, im Rahmen der privaten Krankenversicherung wird ein Wechsel jedoch schwierig, zumal hier auch mit dem Verlust der bislang angesparten Altersrückstellungen zu rechnen ist.

Rückkehr aus der PKV in die GKV

Wer aus der privaten Krankenversicherung neu oder in eine vormals bestehende gesetzliche Krankenversicherung wechseln möchte, muss strikte Bedingungen erfüllen. So ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nur möglich, wenn die Antragsteller wieder versicherungspflichtig im Sinne des Sozialversicherungsgesetzes werden. Das trifft beispielsweise zu, wenn die Versicherungspflichtgrenze unterschritten wird und der zu Versichernde unter 55 Jahre alt ist. Auch bei der Möglichkeit einer Familienversicherung ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung möglich. Wer direkt nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben Leistungen aus Hartz IV bezieht, muss entgegen anderer Annahmen nicht in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Hier bleibt der Schutz der privaten Krankenversicherung bestehen.

Leistungen der privaten Krankenversicherung

Je nach Versicherer und Tarif weichen die Leistungen in einzelnen Details voneinander ab. In einer groben Übersicht zusammengefasst bestehen die Leistungen der privaten Krankenversicherung aus folgenden Bestandteilen:
  • bei erforderlicher stationärer Behandlung Einbettzimmer oder Zweibettzimmer
  • freie Arztwahl ambulant und stationär
  • freie Klinikwahl
  • Medikamente, auch rezeptfreie
  • kieferorthopädische Behandlungen und Zahnersatz
  • Sehhilfen
  • alternativmedizinische Behandlungsmethoden
  • physiotherapeutische Anwendungen und Massagen
  • Psychotherapie
Was im Einzelnen von der privaten Krankenversicherung übernommen wird, regelt sich nach dem konkreten Vertragsumfang. Allerdings soll auch in der privaten Krankenversicherung das Maß des medizinisch Notwendigen und Sinnvollen nicht überschritten werden.

Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung

Beiträge

… sind in der GKV bis zur Beitragsbemessungsgrenze prozentual vom Einkommen abhängig. In der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge vom individuellen Krankheitsrisiko abhängig und können dann in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren fallen oder steigen.

Mitversicherung

… von Familienangehörigen ist in der PKV nicht möglich. In der GKV können unter bestimmten Voraussetzungen Kinder und andere Familienangehörige kostenfrei mitversichert werden.

Arbeitgeberanteile

… unterschieden sich deutlich, sofern die Beiträge zur privaten Krankenversicherung höher als die zur Gesetzlichen Krankenversicherung sind. Die Differenz nach oben zahlt der privat Versicherte selbst.

Leistungen

… in der GKV unterscheiden sich in vielen Fällen deutlich von denen in der PKV. So werden in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, Sehhilfen und Zahnersatz gar nicht oder nur teilweise übernommen. In der PKV sind solche Leistungen je nach Tarif Vertragsbestandteil.

Abrechnung

… von Leistungen erfolgt in der PKV automatisch per Rechnung. In der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Patientenquittungen ausdrücklich verlangt werden.

Wirtschaftlichkeitsgebot

… besteht in der PKV in diesem Sinne nicht. In der GKV werden Leistungen nicht angeboten oder übernommen, die das Maß des Notwendigen überschreiten.

Klagen

… kann der Versicherte gegen die GKV bei den Sozialgerichten. In der PKV sind Klagen nur als Zivilklagen bei den Zivilgerichten möglich.

Weitere Unterschiede ergeben sich aus der konkreten Vertragsgestaltung und betreffen insbesondere Leistungen zum Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld. Auch Leistungen im Rahmen von Unfällen, Kinderwunschbehandlungen oder Leistungen im Rahmen der Geburt von Kindern sind in der privaten Krankenversicherung bei Bedarf gesondert zu regeln.

Private Krankenversicherungen im Test

Das Angebot an privaten Krankenversicherungen ist groß, was die Entscheidung für den besten Tarif nicht immer einfach macht. Um sich einen ersten Überblick über leistungsstarke Tarife zu verschaffen bieten unabhängige Tests von Verbraucherzeitschriften oder Ratingagenturen eine wichtige Hilfe. Dabei sollte jedoch immer bedacht werden, dass nicht jeder Testsieger im konkreten Fall auch die beste Wahl ist. Deshalb sollte die Wahl für einen bestimmten Tarif immer am eigenen Bedarf ausgerichtet werden.

Worauf es bei einem Vergleich ankommt

Im Gegensatz zu anderen Versicherungen ist ein Wechsel der PKV deutlich aufwendiger. Dies liegt vor allen an den Altersrückstellungen welche bei einem Wechsel nicht in vollem Umfang mitgenommen werden können. Deshalb sollten Versicherte sich möglichst von Beginn an für den richtigen Anbieter entscheiden. Neben gebotenen Leistungen und Höhe der Prämie kommt es bei der privaten Krankenversicherung noch auf eine Reihe weiterer Faktoren an. Als Erster ist hier die Finanzstärke eines Anbieters zu nennen. Je besser die Ertragslage eines Versicherers, desto eher kann dieser dauerhaft gute Leistungen und stabile Prämien anbieten. Vor der Entscheidung sollten Verbraucher in jedem Fall einen Blick auf die bisherige Beitragsentwicklung der verschiedenen Anbieter werfen. Dazu ist auch der Service ein wichtiges Entscheidungskriterium. Hier geht es insbesondere um eine möglichst schnelle Bearbeitung von Erstattungen.

Testergebnisse von Stiftung Warentest, Focus Money und Co

Die private Krankenversicherung ist eine der wichtigsten Policen und dementsprechend werden die Angebote regelmäßig von verschiedenen Institutionen unter die Lupe genommen. Verbraucherzeitschriften wir Finanztest, Focus Money oder Ökotest legen bei ihren Bewertungen einen Schwerpunkt auf den Leistungsumfang und die Kosten der verschiedenen Tarife. Ratingagenturen wie Morgen & Morgen oder Assekurata legen den Schwerpunkt dagegen eher auf die Bilanzen und die Finanzstärke der Versicherer. Somit geben diese Bewertungen einen guten Überblick über Einnahmesituation und Beitragsentwicklung der verschiedenen Anbieter. Dazu achtet das Deutsche Institut für Servicequalität insbesondere auch auf den angebotenen Service. Eine gute Gesamtbewertung bietet auch der Map-Report, in dem sowohl Finanzen wie auch Leistungen und Service unter die Lupe genommen. Aufgrund der unterschiedlichen Kriterien fallen die Testergebnisse mitunter sehr unterschiedlich aus.

KVpro testet die neuen Unisextarife

Seit dem 21.12.2012 dürfen auch bei der privaten Krankenversicherung nur noch geschlechtsneutrale Tarife angeboten werden. Als einer der ersten hat der Branchendienst KVpro im Juni 2013 die neu gestalteten Angebote getestet. Untersucht wurden insgesamt 487 Tarife für eine Krankenvollversicherung untersucht. Bewertet wurden dabei die Erstattungsleistungen in 24 unterschiedlichen Kriterien wie ambulante oder stationäre Behandlungen, Arzneimittel, Hilfsmittel, Psychotherapien, Zahnbehandlungen und Zahnersatz.

Zu den Testsiegern bei KVpro gehörten:

  • Barmenia mit dem Tarif „einsA expert“
  • Inter Krankenversicherung mit dem Tarif „QualiMed Premium“
  • Mannheimer Krankenversicherung mit dem Tarif „Purisma Max“
  • R+V mit dem Tarif „Agil premium“
  • Universa mit dem Tarif „uni-A+ uni-ST+ uni-ZA“
  • Alte Oldenburger mit dem Tarif „A106, K/S, K 20, Z100/80“

Insgesamt erhielten 55 Tarifkombinationen von sechs Versicherungen das bestmögliche Rating „A+“. Diese Tarife bieten eine Erstattungsleistung von mindestens 90 Prozent.

Ergebnisse des Map-Report 2013

Im Map-Report wurden auch 2013 wurden 17 private Krankenversicherer in puncto Service, Vertrag, und Bilanz-Kennzahlen analysiert bewertet. Beim Kriterium Vertrag wurde insbesondere die Beitragsentwicklung der verschiedenen Anbieter unter die Lupe genommen. Mit 79,55 von 100 möglichen Punkten wurde die Debeka Testsieger. Insgesamt erhielten fünf private Krankenversicherungen das höchstmögliche Rating „mmm“:

  • Debeka (79,55 Punkte)
  • Deutscher Ring (77,95 Punkte)
  • R+V (74,30 Punkte)
  • Signal Iduna (71,60 Punkte)
  • DKV (70 Punkte)

In der Kategorie Service wurden maximal 25 Punkte vergeben. Vorne lag hier ebenfalls die Debeka Krankenversicherung mit 20,55 Punkten. Dahinter folgen die R+V Versicherung mit 19,30 Punkten und die DKV mit 17,60 Punkten. Der in der Gesamtbewertung auf dem zweiten Platz liegende Deutsche Ring kam dagegen nur auf 12,95 Punkte. Dies konnte der Versicherer jedoch mit Bestnoten in der Kategorie Vertrag wieder ausgleichen. mit 32 von 35 möglichen Punkten belegte der Deutsche Ring hier mit großen Abstand den ersten Platz. Für das Kriterium Bilanz gab es neben der Debeka und dem Deutschen Ring auch für die Alte Oldenburger Krankenversicherung die Höchstnote.

Testergebnisse der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat mit ihrer Fachzeitschrift Finanztest letztmalig im Dezember 2006 einen umfangreichen Test von privaten Krankenversicherungen durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 344 Tarife für Selbstständige, Angestellte und Beamte untersucht. Berücksichtigt wurde dabei neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis auch die Beitragsstabilität der verschiedenen Tarife. Bei den Angeboten für angestellte Männer belegte die HUK-Coburg mit der Gesamtbewertung „Sehr gut“ (Note 1,4) den ersten Platz. Besonders beim Preis-Leistungs-Verhältnis konnte der Versicherer mit dem Tarif „A300“ überzeugen. In der Kategorie selbstständige Männer wurde die Hallesche mit dem Tarif „NK2“ und der Gesamtnote von 1,4 Testsieger. Gewinner bei den Beihilfetarifen wurde der Versicherer Concordia mit dem Tarif „BV20+BV30“. Sowohl bei den Tarifen für Männer wie auch für Frauen erhielt Concordia die Gesamtnote 0,5.

Barmenia ist „Bester privater Krankenversicherer 2013“ bei DISQ

Das Deutsche Institut für Servicequalität führt jedes Jahr eine Leistungs- und Serviceanalyse der 20 größten privaten Krankenversicherer durch. Bei der Bewertung 2013 wurde den Versicherern wie im Vorjahr insgesamt ein befriedigender Service bescheinigt. Das größte Defizit wurde beim Kundenkontakt per E-Mail festgestellt. Etwa jede fünfte Anfrage wurde von den Versicherern nicht beantwortet. Testsieger wurde 2013 die Barmenia Versicherung. Die Barmenia bot von allen Anbietern den besten Top-Schutz und kann zudem auch mit einem guten Service punkten. Den besten Service bot beim Test der Münchener Verein. Sowohl bei der telefonischen Beratung wie auch bei der Beantwortung von E-Mail Anfragen konnte die Versicherung mit Kompetenz und Zuverlässigkeit überzeugen.

Top 5 in der Gesamtwertung:

  • Barmenia
  • Münchener Verein
  • Süddeutsche Krankenversicherung
  • Inter Krankenversicherung
  • Debeka

Bei den Leistungen stellte DISQ überraschend hohe Preisunterschiede stellt. Bis zu 60 Prozent können Versicherte sparen, wenn sie statt dem teuersten den günstigsten Tarif wählen.

Morgen & Morgen bewertet die Beitragsstabilität

Die Ratingagentur Morgen & Morgen hat 2012 die Krankenversicherungen hinsichtlich ihrer Beitragsstabilität bewertet. Dabei haben die Prüfer die Beitragserhöhungen der vergangenen 10 Jahre untersucht und analysiert. Bei den Angeboten für eine 40-jährige Angestellte erhielten gleich fünf Versicherer das beste Rating von fünf Sternen. Die stabilsten Prämien bot die DEVK. Über einen Zeitraum von 10 Jahren betrugen die Beitragserhöhungen lediglich 2,64 Prozent. Ebenfalls mit stabilen Beiträgen konnten die Versicherer Hansemerkur, DKV, Continental und Nürnberger aufwarten. Bei männlichen Versicherten lag ebenfalls die DEVK auf dem ersten Platz. Mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 3,22 Prozent erhielt die DEVK als einziger Anbieter fünf Sterne.

Im Jahr 2011 hat Morgen & Morgen die 10 wichtigsten Bilanzkennzahlen von privaten Krankenversicherungen über einen Zeitraum von fünf Jahren analysiert. Die Analyse gibt Versicherten einen wichtigen Überblick über Finanzstärke, Solidität und Wachstum. Mit der DEVK, R+V, Alte Oldenburger und Debeka konnten vier Versicherer die maximale Punktzahl von fünf Sternen erzielen.

Testergebnisse bei Focus Money

Die Zeitschrift Focus Money hat im Februar 2012 die Fairness der 17 größten privaten Krankenversicherer ermittelt. Hierzu hat das Analyse- und Beratungsunternehmen ServiceValue GmbH insgesamt 1300 Privatpatienten bezüglich der Erfahrung mit ihrem Krankenversicherer befragt. Dabei wurden 23 Service- und Leistungsmerkmale aus den Kategorien Kundenkommunikation, Kundenberatung, Produktangebot, Preis-Leistungs-Verhältnis und Leistungsabwicklung berücksichtigt. Die Teilergebnisse der einzelnen Kategorien flossen zu jeweils 20 Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Den folgenden sechs Anbietern wurden von ihren Kunden überdurchschnittliche Leistungen bescheinigt:

  • Süddeutsche Krankenversicherung
  • Debeka
  • Deutscher Ring
  • HUK-Coburg
  • Gothaer
  • Central

Testsieger wurden die Süddeutsche Krankenversicherung, Debeka, Deutscher Ring und HUK-Coburg, die jeweils mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet. Besonders mit der Qualität und Sicherheit der angebotenen Policen zeigten sich die Versicherten sehr zufrieden. Kritik wurde zumeist an der etwas unübersichtlichen Tarifgestaltung einiger Anbieter geäußert.

In einem Leistungstest hat Focus Money in der Ausgabe 38/2012 private Krankenversicherungen mit einem Top-Schutz untersucht. Bewertet wurden dabei Leistung, Prämiengestaltung sowie die Finanzkraft des Anbieters. Testsieger wurde dabei die hallesche Krankenversicherung mit dem Tarif „NK Bonus“. Das Angebot überzeugte mit dem besten Leistungsangebot bei gleichzeitig günstigen Prämien. Dazu wurde Hallesche eine sehr gute Finanzkraft bescheinigt.

Die besten Krankenversicherungen bei Focus Money:

  • Hallesche Krankenversicherung mit dem Tarif „NK Bonus“ (Note 1,30)
  • R+V Versicherung mit dem Tarif „AGIL premium“ (Note 1,55)
  • Süddeutsche Krankenversicherung mit dem Tarif „A75, NATURprivat, ZS75, S101“ (Note 1,60)
  • DKV mit dem Tarif „BestMed 5“ (Note 1,65)

Insgesamt umfasste der Tarifcheck von Focus Money 14 Hauptkriterien mit 93 Detailfragen. Das Rating über die Finanzstärke wurde in Schulnoten umgerechnet und floss mit 40 Prozent in die Gesamtwertung mit ein.